Weihnachten – Zeit der Ruhe?

Es ist wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür, alle freuen sich auf besinnliche Feiertage mit der Familie und Freunden und hoffen auf ein wenig Entspannung und Ruhe.

Pustekuchen!

Seit Wochen wird überlegt, wem was geschenkt wird, jeden Tag MUSS ein Türchen am Adventskalender geöffnet werden und jeden verdammten Sonntag brennt eine weitere Kerze am Adventskranz. Und zwischendurch wurden die Schuhe auch schon geputzt, damit der Nikolaus auch noch was zu tun hat. Es wird von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier gesprungen, egal ob mit dem Verein, Firma oder anderen Institutionen, es gibt immer gutes Essen und man fühlt sich von Tag zu Tag schwerer. Und so wird sich von Tag zu Tag geschleppt, die Arbeit macht bestenfalls auch noch richtig Freude, wenn die Mitarbeiter beginnen, die irre feierlichen Weihnachtsmützen zu tragen. Und egal wo hingesehen wird, alles ist geschmückt, es leuchtet und blinkt, man müsste eigentlich Angst davor bekommen, dass jederzeit ein Flugzeug in der eigenen Straße landet, weil die hell strahlenden Häuser der Anwohner mit der Landebahn verwechselt wurden. Und dann gibt es an jeder Ecke einen Weihnachtsmarkt. Es wird literweise Glühwein getrunken, am besten mit Schuss, damit der Tag zumindest einen positiven Ausklang findet.

Irgendwann ist dann auch der dritte Advent überstanden und es ist nicht mehr lang hin bis Heiligabend. Und auf einmal trifft einen der Schlag. Schockstarre, Schweißausbrüche, totale Hysterie. Es fehlen noch Geschenke wenn das mal das größte Übel wäre. Der verdammte Weihnachtsbaum fehlt auch noch! Nun die wichtigste Entscheidung: Den Baum irgendwo kaufen oder selbst einen Tannenbaum schlagen gehen? Eigentlich wollte man ja einen großen schönen Baum, letztendlich wird es ein wesentlich kleinerer, der aussieht, als hätte dieser akuten Nadelausfall, zumindest auf der einen Seite. Letztendlich wird es nur möglich sein, den Baum von einer Seite zu schmücken, da die andere Seite einfach nicht ästhetisch genug ist. Aber wenigstens war er billig, sodass die Freude über den „Schnapper“ überwiegt.

Und dann kommt Tag X. Heiligabend, die engsten Verwandten sind alle mit dabei. Es wird gelacht, gesungen, getrunken und mal wieder gegessen. Die Kleinsten der Familie sagen bestenfalls noch ein Gedicht auf und danach wird sich auf die Geschenke gestürzt. Die Freude ist groß, man hat tatsächlich das bekommen, was man sich gewünscht hatte, teilweise sind auch einige unerwartete Geschenke dabei, aber im Wesentlichen freuen sich alle, bedanken sich artig und dann ist Tag X auch schon vorüber. Es folgen Tag X Teil 2 (Die obligatorische Zusammenkunft) mit den weiteren Teilen der Familie, und Tag X Teil 3 (Die Erlösung). Dann ist es geschafft! Die besinnliche Zeit ist vorüber und endlich ist Zeit für Ruhe.

Janik

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